Biennale gedruckt

Die Künstlerpublikationen der 55. Kunst-Biennale in Venedig

von Peter Sämann

Die im regelmäßigen Abstand anstehende Reise zur Venedig Biennale schickt auch in 2013, zur 55. Ausgabe der Schau, einen Koffer voller Eindrücke mit auf die Rückreise. In Kombination mit der verwinkelten und historienreichen Lagunenstadt spaltet sich der Kunst-Megaevent in einen immensen Detailreichtum auf, der andernorts seinesgleichen sucht. Das Prinzip der Länderpavillons und nationalen Präsentationen führt dazu, dass sich ein Großteil der Besucher und Kunstreisenden, zumindest diejenigen, deren Land auf der Biennale vertreten ist, sich wenigstens ansatzweise mit der Schau identifizieren könn(t)en. Die Neugier, wie denn dieses mal die eigene Kunstnation repräsentiert wird, treibt hoffnungsvoll oder kritisch in den jeweiligen Pavillon. Um gleich darauf zu schauen, was denn die Nachbarn zu bieten haben, ob Stereotype zu erkennen sind oder wer die interessanteren Exponate und Konzepte ausstellt.

Was im Koffer auf der Rückreise jedoch deutlich schwerer und überhaupt tatsächlich wiegt, sind die zahlreichen Mitgifte aus Papier, Kunststoff oder Vinyl, die die Biennale dem Besucher an und in die Hand gibt: Infoblätter, Presseerzeugnisse und Programmflyer sind nur ein Teil der Beute, die ein Biennalebesucher im dazu erstandenen Jutebeutel mitnehmen kann. Ein anderer Teil dieser Mitbringsel, denen dieser Artikel vor allem gewidmet ist, sind Erzeugnisse, die nicht nur informativen, sondern auch und vor allem künstlerischen Charakter haben. An diversen Stellen der in Arsenale, Giardini und in den über die Lagunenstadt verteilten Ausstellungen lassen sich Ephemera, Tonträger, Drucke und Bücher finden, welche die Arbeit der engagierten Künstler nicht nur in den Pavillons belassen, sondern als Auflagenobjekte und Seriendrucke vom Besuchen mitgenommen werden können. Sie verlängern die Wirkungsspanne der Ausstellung in Raum und Zeit, verteilen sich mutmaßlich in alle Welt und gehen ein in Archive und Bibliotheken, Bücherschränke und Sammlungen. Die mitnehmbare und allermeist auch leistbare Kunst ist ein langfristiges Zeugnis der künstlerischen Arbeiten und Präsentationen, der demokraischen Ansätze von Künstler und Kuratoren und dabei weder Dokumentation noch Berichterstattung. Meist wechseln die Stücke kostenlos oder für einen geringen Obolus den Besitzer, wobei kostenlos nicht unbedingt die bessere Lösung ist: unbedacht und nach dem Motto „Kann ja nicht schaden“ werden oft Papiere in Taschen gestopft, gefaltet, gerollt und ohne Idee der späteren Verwendung aus den Pavillons herausgetragen. Zumal die zweifelsfreie Beantwortung der Frage: „Kunst oder Information?“ oft nicht ad hoc zu klären ist. Dem Mitnehmenden kommt somit der gesellschaftlich aufoktroyierte, schonende Umgang mit künstlerischen Arbeiten nicht zur rechten Zeit in den Sinn – mit den angesprochenen Konsequenzen.

Die Frage nach der richtigen Behandlung ist zumindest in einem Fall unzweifelhaft: die 23 Offset-Drucke der Fotografien von Edson Chagas im Angola Pavillon, der im abgelegenen Pallazzo Cini zu Beginn der Schau den Goldenen Löwen für den besten Länderpavillon erhalten hatte, werden infolgedessen zweifelsfrei als das erkannt, das sie sind. Die mediale Aufmerksamkeit nach der Verleihung des höchsten Preises der Biennale war genauso groß wie unerwartet. Das Motto der 55. Kunstbiennale scheint sich Chagas zu Herzen genommen zu haben, allzu verwand scheint seine Arbeit mit dem Thema der Schau: The Encyclopedic Palace. Auf den Fotografien zu sehen sind besitzlose Objekte, die im Stadtraum von Angolas Hauptstadt Luanda angeordnet und in Bezug zu der leblosen Umgebung gestellt werden. Luanda, Encyclopedic City nennt sich die Ausstellung, deren Werke Motive aus dem gesamten Stadtraum zeigen und sich so ein Stück weiter der Allumfänglichkeit nähren wollen, als es der Angolaner dem „Palast“ von Biennalemacher Massimiliano Gioni zutraut. Der Katalogtext verrät dazu die Hintergründe: „The Pallazzo Enciclopedico has been given an impossible task: no building can contain a universal multiplicity of spaces, possibilities and objects.“1 Chagas schreibt einer umfassenden Encyclopädie die Charakteristiken einer Stadt zu und tritt somit aus der Tür des elitären und nach unrealistischer Universalität heischenden Komplexes heraus in die Welt der Menschen und sozialen Zusammenhänge. Dieses Heraustreten manifestiert sich nicht nur in seinem produktiven Gang durch die Strassen der heterogenen und komplexen modernen Polis, sondern setzt sich fort in einer Zugänglichkeit zu seinem Werk durch eine theoretisch unendliche Auflage seiner Bilder, die zum Mitnehmen in der Ausstellung stapelweise ausliegen.

Edson Chagas: Luanda Encyclopedic City, 23 Offset-Drucke
Edson Chagas: Luanda Encyclopedic City, Mappe


Ein anderer Ort, an dem künstlerische Arbeiten zum mitnehmen bereitliegen, ist der Pavillon der Bahamas, diesmal im Arsenale verortet. Dort beschäftigt sich Tavares Strachan für seine Nation mit dem potentiellen Verschwinden seiner Inselgruppe als Folge der Klimakatastrophe und mit der Frage nach Zugehörigkeit und Heimat. In seiner Ausstellung Polar Eclipse stellt er unter anderem Eisblöcke aus, sowohl einen künstlichen als auch einen aus der Arktis importierten. Er macht aus dem Arsenale-Raum zumindest optisch eine polarkalte Halle, angefüllt mit Versatzstücken aus der Vergangenheit seines Landes und mit wissenschaftlich anmutenden Sezierungen polarer Bewohner oder menschlicher Interventionisten. Was er in großer Auflage dem Besucher mitgibt, ist auf den ersten Blick einfacher zu interpretieren als Chagas´ Stilleben: Eine Panoramafotografie zeigt Strachan nebst Flagge am Nordpol und erinnert eher an das Werbefoto eines Expeditionsreiseanbieters, so herausgeputzt und einwandfrei kommt es daher. In die Arktis trieb es Strachan in Erinnerung an den afroamerikanischen Forscher und Polarreisenden Mathew Henson2. Ihn ehrt er mit der Nachahmung seiner Reise an den Polar und der Markierung des Reiseziels mit seiner Fahne.
In schlichtem Polarweiss und ebenfalls mitnehmbar kommt auch eine Schallplatte daher, die Strachan zusammen mit dem Polar Eclipse Choir aufgenommen hat und die sich 40 Days & 40 Nights nennt. Der aus von den Bahamas stammenden Kindern bestehende Chor singt Lieder einer mündlich überlieferten Inuit-Tradition, die von den Vorbereitungen zum Aufbruch in die Wildnis erzählen und vom kollektiven Vergessen bedroht sind. Er scheint damit seine Inselnation auf den Verlust der eigenen Erde und den Aufbruch ins Unbekannte vorbereiten zu wollen.

Tavares Strachan: Polar Eclipse. Breitbildfotografie, 2013
Tavares Strachan and the Polar Eclipse Choir: 40 DAYS & 40 NIGHTS. Far South. Schallplatte, weißes Vinyl


Direkt nebenan lässt sich aus dem italienischen Pavillon gleich zweimal papiernes Überformat heraustragen: Elisabetta Benassi legt mit The Dry Salvage ein dickes Buch vor, dessen monotoner, katalogischer Inhalt sich erst nach einem genaueren Blick in den Einführungstext erschließt. Es enthält 10.000 detaillierte, faktische Einträge zu Objekten, die als Satelliten oder Weltraumschrott die Erde umkreisen und als solche vom NORAD (North American Aerospace Defence Command) erfasst sind. Sie zeugen von den menschlichen Vorstößen ins All und sind mit Daten beispielsweise zu Größe, Gewicht, Herkunftsland und Umlaufbahn gelistet. Das Buch begleitet Benassis raumfüllende Installation im italienischen Pavillon: 10.000 handgemachte Ziegelsteine pflastern den Boden der Halle, jeder einzelne bedruckt mit der Bezeichnung eines der im Buch gelisteten Orbit-Objekte. Sie klappern und knirschen leise beim Darüberschreiten und liegen schwer und unverrückbar da, ähnlich stabil und ewig wie die menschlichen Hinterlassenschaften in Ihrer Umlaufbahn um die Erde.
Nebenan bespielt Marcello Maolberti den von Kurator Bartolomeo Pietromarchi gestalteten italienischen Pavillon mit seiner ebenso raumgreifenden Installation La voglia matta aus Marmorblock, wandelbaren Möblierungen und Strandtüchern, in Bewegung gesetzt von 50 Performern zu Beginn der Biennale-Ausstellung. Aus vorab entstandenen Fotos, in denen Performer die Holzgebilde in unterschiedlichen Situationen in Szene setzen und sich daran festhaltend geradewegs in die Kamera blicken, ist eine großformatige Zeitung entstanden, die bis auf ein name-dropping auf der Rückseite unkommentiert bleibt. Die Ausstellungsbroschüre verrät: “Marcello Maloberti explores the contemporary scene, re-elaborating and de-contextualizing everyday behaviors, shared experiences and collective memory. ‘La voglia matta’ is distinguished by the totemic power of the image it generates, hybridizing high-culture references with suggestions from everyday life.”

Elisabetta Benassi: The Dry Salvage, 2013
Marcello Maloberti: La Voglia Matta. Magazin mit Farbabbildungen


Ebenso großformatig kommt eine Publikation im Magazinformat daher, die zum Mitnehmen im libanesischen Pavillon ausliegt. Spätestens hier wird es politisch brisant, wenn auch der thematisierte Vorfall über 30 Jahre in der Vergangenheit liegt: Einem israelischen Kampfpilot war befehligt worden, ein Gebäude in einem Vorort der libanesischem Stadt Sidon zu bombardieren. Nachdem dieser erkannt hatte, dass es sich dabei um ein Schulgebäude handelt, hatte er die Ausführung der Tat verweigert, die Bombe über dem Meer abgeworfen und war unverrichteter Dinge zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Diese Geschichte kreiste 20 Jahre lang als Mythos durch die Erzählungen des Landes, bis der Künstler Akram Zaatari sie in einem Film aufgriff und nacherzählte. Die Geschichte stellte sich alsbald als wahr heraus und veranlasste Zaatari zu seiner Videoarbeit Letter to a Refusing Pilot, die im Pavillon zu sehen ist. Begleitet von dem großformatigen Magazin bietet der Film intime Einblicke in das Familienleben an diesem beinahe schicksalshaften Ort und behandelt Fragen zu Beweggründen, Deutbarkeiten und Konsequenzen einer Befehlsverweigerung sowie zu Patriotismus und Gerechtigkeit.3

Akram Zaatari: Letter To A Refusing Pilot, Titel
Akram Zaatari: Letter To A Refusing Pilot, Innenansicht


Das Arsenale verlassend und weiter auf der Suche nach künstlerischen Präsenten werden wir im englischen Pavillon in den Giardini fündig. Hier sorgt Jeremy Deller in seiner Ausstellung „English Magic“ für Aufsehen und lässt gleich hinter dem Eingangsbereich Sozialismus und Kapitalismus hart aufeinander prallen: in einem großen Wandbild versenkt ein entschlossener William Morris, Begründer der sozialistischen Bewegung in Großbritannien4, dank seiner Überproportion die Yacht des Oligarchen Roman Abramovich im Meer, die während der 2011er Biennale vor den Toren der Giardini unübersehbar am Kai lag. Kapitalismuskritik par excellence. Nicht besser ergeht es einem roten SUV, das in den Krallen eines Falken seinem Ende entgegen fliegt. Als Wandbild und als Auflagendruck zum Mitnehmen erschienen erzählt es von guten Zeiten für Radfahrer. Die dabei verwendeten Bilddetails aus fiktionaler Zeichnung und konkret-realistischer Abbildung spiegelt Dellers oft thematisierte Verflechtung von Realität, Fiktion, Gegenwart und Vergangenheit wieder und verleihen dem Pavillon einen mystischen, ja beinahe psychedelischen Charakter. Er schafft es dabei, Ereignisse zu reinterpretieren und sie dabei sowohl zeitgenössisch aktualisiert als auch in ihren Ursprüngen verhaftet zu verorten.5 Die Heterogenität der britischen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Geschichte aufgreifend lässt Deller eine Steelband klassisch britische Popsongs neu interpretieren und auch dieses Werk als Schallplatte den Besucher/innen zum Kauf anbietet. Aufgenommen wurde die Platte, britischer könnte es kaum sein, in den Londoner Abbey Road Studios.6 Durch den Einbezug Anderer als Ausführende seiner Arbeit stellt er die Fragen nach der Rolle der Kunst und des Künstlers in aktuelle Zusammenhänge.

Jeremy Deller: English Magic, 2013, LP, Soundtrack to the Jeremy Deller film English Magic, Melodians Steel Orchestra
Jeremy Deller: A good day for cyclists, Stempeldruck auf Aquarellpapier
Jeremy Deller: English Magic, ausstellungsbegleitende Publikation, 2013


Ebenfalls für den heimischen Plattenspieler der Besucher gedacht ist eine Komposition von Konrad Smolenski, welche die Audioinstallation im polnischen Pavillon begleitet. In der dortigen Ausstellung Everything Was Forever, Until It Was No More läuten bronzene Glocken und klingen zwei Lautsprecherwände, glücklicherweise nacheinander. Nach einem etwa dreiminütigen Läuten der Glocken ertönen aus den Lautsprechern die selben Glocken, erst in HiFi, dann sich mehr und mehr verzerrend und vermischend mit abstrakten Tönen und Klängen, in denen sich das Läuten schlussendlich vollständig auflöst und als akustische Klangsphäre verklingt. „By using a delay effect, Smolenski offers an insight into a world where history comes to a standstill, thereby approaching the radical propositions of contemporary physics with its perception of the passage of time as an illusion“7 ist dem Begleitbuch dazu zu entnehmen. Durch die Verzerrung nimmt Smolenski dem historienreichen Instrument Glocke, das für viele Jahrhunderte bedeutungsvoll in unterschiedlichsten Zusammenhängen benutzt wurde und beispielsweise in christlich geprägten Gesellschaften vor allem mit der Kirche und dem Ruf Gottes verknüpft ist, seine Bedeutung, seine Aussage. Dabei bedient er sich den ästhetischen Grundsätzen der minimalistischen elektronischen Musik und des Punkrock, womit auch Smolenskis Unsprünge genannt sind.8 Auf einer orangenen, quadratischen Schallplatte ist Smolenskis Stück Music for Bells and Tapes erschienen, die im Pavillon zu bekommen ist und in 4´23" einen Eindruck über die elektronischen Anteile der Glockenkomposition gibt.9

Konrad Smolenski: Everything Was Forever, Until It was No More, Schallplatte mit Booklet


Auch der holländische Pavillon gibt seinen Besuchern ein großformatiges Magazin in die Hand, dass in seitenfüllenden, unbetitelten Ausstellungsansichten die Exponate des Künstlers Mark Manders und deren Arrangements in der Pavillonarchitektur zeigt. Room with Broken Sentence ist die Ausstellung betitelt, deren Ansichten durch Fotografien von Straßenszenen ergänzt werden, die die farbliche Stimmung der Ausstellung aufgreifen, ansonsten aber undefiniert bleiben. Die Publikation stellt Verbindungen her zwischen Manders Arbeiten, der Architektur des holländischen Pavillon-Baus von Gerrit Rietveld und dem Alltag der urbanen und realen Farblosigkeit. Hält das Alltagsgrau nun Einzug in die Kunstwelt, ist die Strasse in seiner ästhetischen Ähnlichkeit nun zur Kunst erkoren? Manders gilt als Entschlüsseler der weltlichen Dimensionen unserer Zeit und dringt in seinen zeitlos wirkenden Arbeiten tief ein in die Realitäten des zeitgenössischen kulturellen Lebens.10 Alltag und scheinbare Absurdität stoßen hier aneinander, magisch schwebende Gegenstände fußen am Ende doch auf solidem Fundament.

Niederländischer Pavillon, Bildband zur Ausstellung, Zeitung, o.J.


Sind die hier vorgestellten Publikationen, die die 55. Biennale neben anderen ihren Besuchern mitgibt, nun Künstlerpublikationen im klassischen Sinne?
Als dieses Genre in den 1950er Jahren als Künstlerbuch, Magazin oder Multiple startete, versuchten die Künstler neue Wege der Kunstproduktion und -konzeption zu entwerfen. Durch die Herstellung eines Kunstobjekts in Serie, in Stückzahlen größer als eins, sollte eine Demokratisierung der Kunst erreicht werden, weg von Unikat und Hochpreisigkeit. Dem Interessierten sollte die Möglichkeit gegeben werden, niedrigschwellig Kunst zu erwerben, eine ansatzweise massenmediale Zugänglichkeit war angestrebt, Information und Kommunikation mit künstlerischen Mitteln waren das Anliegen. Es enstanden Werke, die eigenständig funktionierten und als Kunstwerk an sich wahrzunehmen waren.11
Zwischenzeitlich haben sich die Formen der publizierten Kunst stark diversifiziert und in einer Vielzahl von Sub-genres und differenzierten Ausprägungen aufgefächert. So sind beispielsweise die Publikationen Dellers, Manders oder Smolenskis Teil eines größeren Wirkungskreises: sie stellen eine Erweiterungen eines Zusammenhangs dar, der aus Ausstellungen, Performance oder anderen Teilen einer Reihe von Ereignissen besteht und erst in der Kombination und im Zusammenspiel der einzenlen Elemente das Ganze ergeben.
Sie sind hervorgegangen aus den Arbeiten der Ausstellung (Deller, Smolenski) oder bedienen sich des skulpturalen oder zeichnerischen Unikats als Grundlage ihrer Bearbeitung (Manders). Sie beziehen die ausgestellten Werke mit ein, nehmen sie aus Grundlage und Grund für ihr Erscheinen und sind Produkt der Ausstellung an sich. Sprich: ohne Ausstellung keine Publikation, ohne Publikation keine Ausstellung. Sie sind von Künstlern inhaltlich und formal produziert und gestaltet, erlangen ihre vollständige Bedeutung und Legitimation auf der einen Seite jedoch nur in Kombination mit dem Gesamten. Als Träger der künstlerischen Information und Intention, die über die Ausstellung, Performance oder Aktion hinausreicht, funktionieren sie auf der anderen Seite dennoch auch für sich alleine und sind, als von Künstlern konzipierte und gestaltete Werke, weit mehr als massenmediale Erzeugnisse zur Information über Konzept und Entstehung des Biennale-Beitrags.12

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Anmerkungen

1 The Encyclopedic Palace, Biennale Arte 2013, Volume II, Participating Countries. Fondazione La Biennale di Venecia, 2013, S. 10

2 artsy.net/post/bahamianpavilion-iconic-projects-by-tavares-strachan, 11.11.2014

3 The Encyclopedic Palace, Biennale Arte 2013, Volume II, Participating Countries. Fondazione La Biennale di Venecia, 2013, S. 102

4 de.wikipedia.org/wiki/William_Morris, 20.11.2014

5 Vgl. The Encyclopedic Palace, Biennale Arte 2013, Volume II, Participating Countries. Fondazione La Biennale di Venecia, 2013, S. 60

6 www.thevinylfactory.com/vinyl-factory-exhibitions/jeremy-dellers-english-magic-ep-to-be-performed-live-in-london-artist-to-sign-publications/, 16.11.2014

7 The Encyclopedic Palace, Biennale Arte 2013, Volume II, Participating Countries. Fondazione La Biennale di Venecia, 2013, S. 126

8 labiennale.art.pl/2013/, 16.11.2014

9 Digitaler Download unter www.labiennale.art.pl

10 Vgl. The Encyclopedic Palace, Biennale Arte 2013, Volume II, Participating Countries. Fondazione La Biennale di Venecia, 2013, S. 120

11 Vgl. www.artists-pub.eu/artists-publication/, 20.11.2014

12 Die hier vorgestellten Arbeiten sind Teil der Sammlung des Zentrums für Künstlerpublikationen.

Fotos: Peter Sämann